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Begriffserklärung, wird laufend erweitert

von Michael Rentsch

Aktivierungsmuster / Bewegungsmuster:

Das Hirn kennt für alle unsere Bewegungen einen bestimmten Bewegungsablauf, welchen es über Jahre gelernt, verfeinert und optimiert hat, um die Bewegung so effizient wie möglich auszuführen. Eine Bewegung, welche wir täglich hunderte Male ausführen, fällt uns leichter in Bezug auf Kraft und Koordination, als eine vollkommen neue Bewegung. Manchmal verfallen wir dabei in ungünstige Aktivierungsmuster, unser Körper wählt den Weg des geringsten Widerstandes. Das müssen wir als Therapeuten erkennen und Ihnen eine neue Möglichkeit aufzeigen. Das neue Muster erlernen müssen sie durch häufige Wiederholung aber selbst.

 

Funktionelle Instabilität:

Der Begriff funktionelle Instabilität wird oft verwendet, wenn die muskuläre Kontrolle einer Bewegung nicht präzise genug ist. Es kommt beim Bewegen zu Zusatzbewegungen (siehe unter Mobilisation), welche Schmerzen verursachen können. Die kontrollierende / stabilisierende Muskulatur muss gestärkt werden um das Problem zu lösen.

Koordination:

Als Koordination bezeichnen wir die Fähigkeit, komplexe Bewegungen oder Bewegungsabläufe korrekt dimensioniert und zielgerichtet auszuführen.

 

Manipulation:

In der Manuellen Therapie sprechen wir von einer Manipulation, wenn anstatt der langsam geführten Zusatzbewegung ein schneller und kontrollierter Impuls durchgeführt wird. Oft ertönt dabei ein Knacken. Chiropraktiker arbeiten fast ausschliesslich mit dieser Technik. Um als Physiotherapeut eine Manipulation durchführen zu können, bedarf es einer Zusatzausbildung. Neben dem mechanischen Lösen einer Blockade, wirkt die Manipulation wie auch die Mobilisation vor allem über schmerzhemmende Faktoren.

 

Mobilisation:

In der Manuellen Therapie sprechen wir von einer Mobilisation, wenn ein Therapeut in einem Gelenk eine Bewegung durchführt. Hierbei kann man zwischen physiologischen Bewegungsabläufen, Bewegungen in einer Bewegungsachse und Zusatzbewegungen unterscheiden.

  • Physiologischer Bewegungsablauf: Eine normale Bewegung, wie wir sie im Alltag auch selber machen
  • Bewegung in Bewegungsachse: Die Anatomie teilte die Bewegungsrichtungen in 3 Achsen ein. Wir können anhand dieser Achsen feststellen, ob irgendwo ein Defizit (Hypomobilität) oder eine Überbeweglichkeit (Hypermobilität) besteht. Ein Defizit versuchen wir mittels Zusatzbewegungen zu beheben.
  • Zusatzbewegung: Eine Bewegung, welche am Ende der normalen Beweglichkeit stattfindet, ungewollt durch den Patienten (à Hypermobilität) oder als therapeutisches Mittel zur Wiederherstellung des zu erwartenden Bewegungsausmasses (bei Hypomobilität).

Neben dem mechanischen Lösen einer Blockade, wirkt die Mobilisation wie auch die Manipulation vor allem über schmerzhemmende Faktoren.

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