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Nackenstarre - was tun?

von Michael Rentsch

Sie wachen am Morgen auf, und können den Kopf zu einer Seite kaum drehen! Der Nacken ist wie blockiert und äusserst schmerzhaft. Zur anderen Seite geht das Drehen, zumindest ein wenig, aber nicht im normalen Ausmass. Sie haben sich eine Nackenstarre eingefangen. Was jetzt? Sofort zum Arzt, Physiotherapeuten, Chiropraktiker? Oder genügt Geduld?

Im Grunde beides. Wenn Sie innerhalb weniger Stunden von einer der oben genannten Fachpersonen untersucht und manipuliert werden, dann kann das Problem meist schnell behoben werden und Ihre Beweglichkeit erreicht innert ein paar weiteren Stunden wieder einen Grossteil des gewohnten Ausmasses. Die behandelnde Person wird Ihnen die entsprechenden Empfehlungen nach der Manipulation mitteilen.

Wenn Sie in solch kurzer Zeit keinen Termin bekommen (was häufig der Fall ist) oder selbst gerade auch nicht verfügbar sind, dann brauchen Sie einfach etwas Geduld. Die Nackenstarre geht innerhalb weniger Tage (gewöhnlich 2-4 Tage) vorbei und Sie haben einen Grossteil Ihrer Beweglichkeit zurück. Die Schmerzen werden zu einem Ziehen bei am Ende der möglichen Bewegung. Nach spätestens 1-2 Wochen ist der ganze Spuk vorbei. Sollte dies nicht der Fall sein, dann sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen lassen.

Im Grunde ist es in jedem Fall wichtig, dass Sie Ihrem Tagesablauf so normal wie möglich nachgehen, dass Sie sich so normal wie möglich bewegen. Beides jedoch ohne die Schmerzen zu provozieren oder zu verstärken. Laut internationalen Richtlinien spricht nichts gegen die Einnahme von Schmerzmedikamenten, bitte beachten Sie hierbei aber die üblichen Vorsichtsmassnahmen und besprechen dies mit Ihrem Arzt.

Welche Strukturen lösen nun eine Nackenstarre aus? Im Normalfall wird die Nackenstarre von einer Blockade der Wirbelgelenke der Halswirbelsäule (HWS) hervorgerufen, oder/und von einer Verspannung der Nackenmuskulatur. Tritt eine Nackenstarre häufig auf, dann sehen wir in der Praxis häufig eine sogenannte funktionelle Instabilität. Kurz gesagt bedeutet das, dass Bewegungen unpräzise ausgeführt werden, meist weil ein Teil der Muskulatur zu schwach ist und nicht richtig arbeitet. Dies kann nur mit aktiver Therapie (Übungen) behoben werden, Massagen nützen nur kurzzeitig. Diese Übungen sehen für jeden Patienten unterschiedlich aus, daher hier keine Vorschläge und Anleitungen.

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